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15. Juni 2020

Diskussion um Temporeduzierung im Kreuzungsbereich L561 / Bahnhofstraße hält an

"Kann man niemandem plausibel erklären"
Foto: D. Grein
Auf der einen Seite der Kreisverkehr auf Plettenberger Stadtgebiet. Dieser ermöglicht die Anbindung an das Industriegebiet Köbbinghausen und an die Ortschaft Bremcke. Trotz der Lage außerhalb geschlossener Ortschaft darf im Bereich rund um den Kreisel maximal 50 km/h auf der Landstraße 561 gefahren werden.
Ein solches Limit wünschen sich viele Anwohner des Kreuzungsbereichs Bahnhofstraße/L 561/Plettenberger Straße auch. Auch dieser liegt nicht innerorts, doch hier kann 70 km/h gefahren werden. Eine Versetzung des Herscheider Ortseingangsschildes (das steht nur wenige 100 Meter entfernt am Ebbekreisel), was einer Erweiterung der 50er-Zone gleichkäme, lehnt das Straßenverkehrsamt des Kreises ab.
„Das kann man niemandem plausibel erklären“, meint Wolfgang Vöpel. Er kann nicht nachvollziehen, dass eine Regelung, die auf Plettenberger Seite seit Jahren praktiziert wird, auf Herscheider Gebiet keine Anwendung finden soll.

Zumal Vöpel an der Bahnhofstraße Handlungsbedarf sieht, nicht erst seit dem schweren Verkehrsunfall Ende Mai. Dieser sei nicht der erste dieser Art gewesen, meint Vöpel.
Konkrete Zahlen liegen zwar bislang nicht vor. Doch solch einen schweren Unfall habe es am Osterloh zum Glück noch nicht gegeben, vermutet der SPD-Ratsherr.

Ob die Tempovorgabe daran entscheidenden Anteil hat? Wolfgang Vöpel denkt schon. Wohl wissend, dass am Herscheider Ortseingang zwei Kreisverkehre auf kurzer Strecke unrealistisch sind, wünscht er sich zumindest Tempo 50 für die besagte Kreuzung. Dies auch vor dem Hintergrund, dass sich ganz in der Nähe eine Querungshilfe für Fußgänger auf der Landstraße befindet.

Der Märkische Kreis hatte auf Nachfrage unserer Zeitung angegeben, dass es sich nicht um einen Unfallhäufungspunkt handele; daher bestehe kein Grund für eine Änderung. Eine Einschätzung, die der Herscheider Bürgermeister in der Sitzung des Hauptausschusses zumindest kritisch hinterfragte. Denn Unfälle ereignen sich dort immer wieder, sagte Uwe Schmalenbach – und das, obwohl die Straßen aus allen Richtungen gut einsehbar seien.

Die Gemeinde will daher das Thema erneut aufgreifen und an das Straßenverkehrsamt herantragen. Wolfgang Vöpel hofft auf ein Einlenken seitens des Kreises: Angesichts der Blechschäden sei es verwunderlich, dass bislang noch kein Unfallbeteiligter an dieser Kreuzung gravierend verletzt wurde. (ST v. 15.06.2020)


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