Seitenanfang

Hauptnavigation




Zusatzinformationen

Suche

Diesen Auftritt durchsuchen nach:


Erweiterte Suche


Hauptinhaltsbereich

Meldung:

24. Juni 2019

Nezahat Baradari (MdB) besuchte den Herscheider Bürgermeister

Viele positive Entwicklungen: Gemeinde hat rund 10 Mio. Euro Fördermittel innerhalb von 10 Jahren genutzt
Herscheid habe, so der Bürgermeister, in den letzten Jahren viel in Angriff genommen. Er verwies u.a. auf die Umgestaltung und Attraktivierung der ‚Dorfwiese‘, auf die Neugestaltung der Ortsmitte und den laufenden Umbau des früheren Hauptschulgebäudes in ein modernes Bildungszentrum, das 2021 endgültig fertiggestellt sein soll. Möglich sei das alles durch staatliche Förderung und bislang recht gute Steuereinnahmen seiner Gemeinde. So habe Herscheid innerhalb eines Jahrzehnts Fördermittel von Bund und Land in Höhe von rund 10 Millionen Euro nutzen können, darunter insbesondere Mittel der Städtebauförderung.

Nezahat Baradari sprach die bevorstehende Sanierung des Herscheider Freibads an, die der Bund im Rahmen seines Programms ‚Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur‘ mit 2,25 Millionen Euro unterstützt. Starten soll die Freibadsanierung voraussichtlich nach Abschluss der Badesaison 2020. Nezahat Baradari erklärte: „Es freut mich außerordentlich, dass sich Herscheid bei diesem Förderprogramm durchsetzen konnte. Bei nur insgesamt 200 Millionen Euro, die bundesweit verteilt werden, war das nicht selbstverständlich. Es zeugt von der hohen Qualität des Herscheider Vorhabens im Hinblick auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Integration vor Ort.“ Bürgermeister Schmalenbach sprach von einem „Befreiungsschlag“ für die Gemeinde und fügte hinzu: „Jetzt sind wir dank der Bundesförderung in der Lage, den Freibadbetrieb langfristig zu sichern.

Zur Bevölkerungsentwicklung Herscheids, das zurzeit etwas über 7.000 Einwohner hat, meinte Uwe Schmalenbach, dass diese günstiger sei als zunächst prognostiziert. Auch im nächsten Jahr werde die für 2020 eigentlich vorausgesagte Zahl von nur noch 6.500 Einwohnern weiterhin deutlich überschritten. Dennoch stellt sich Herscheid den Herausforderungen des demographischen Wandels. Dazu gehöre zum Beispiel das Gesundheits- und Pflegenetzwerk, das Herscheid 2013 zusammen mit der Stadt Plettenberg gegründet hat. Dieses arbeite erfolgreich. Es sei insbesondere gelungen, alle mobilen Pflegedienste an einen Tisch zu bringen. Positiver Effekt: Durch Vernetzung der Anbieter ist es im Moment möglich, alle Pflegebedürftigen entsprechend zu versorgen. Dies war in der Vergangenheit insbesondere im Außenbereich leider nicht selbstverständlich. Bei der mittel- und längerfristigen Sicherung der ärztlichen Versorgung sieht der Bürgermeister weiteren Handlungsbedarf.

Im Rahmen des Netzwerks hat Herscheid – für sich und die Stadt Plettenberg – aktuell einen Antrag auf Fördermittel des Bundes gestellt. Beide Kommunen erhoffen sich einen Zuschuss, der in ein geplantes Projekt zur Verbesserung der mobilen ärztlichen Versorgung/Telemedizin (‚Mobil „Sorglos“‘) fließen soll. Nezahat Baradari (MdB) lobte diese Bemühungen und sagte dem Bürgermeister ihre Unterstützung zu: „Natürlich werde ich mich im Rahmen meiner Möglichkeiten mit dafür einzusetzen, dass dieser bereits eingereichte Förderantrag hoffentlich positiv beschieden wird.“ Derartige Vorhaben werden unter bestimmten Voraussetzungen im Rahmen des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (hier: „LandMobil – unterwegs in ländlichen Räumen“) gefördert.

Weitere Gesprächsthemen waren die Beschäftigungslage in Herscheid und die Versorgung mit Kita-Plätzen. Mit weniger als 4 % Arbeitslosigkeit herrscht annähernd Vollbeschäftigung, und auch die Versorgungsquote im Kita-Bereich bezeichnete der Bürgermeister auf Nachfrage von Nezahat Baradari als „gut“. Sorge bereite ihm dagegen der schleppende Breitbandausbau. Dafür ursächlich sind aus Sicht des Bürgermeisters die „viel zu komplizierten“ Förderprogramme. Nezahat Baradari und Uwe Schmalenbach waren sich einig, dass schnelles Internet völlig unverzichtbar ist und der Ausbau daher auch und gerade im ländlichen Bereich so schnell wie eben möglich vorangetrieben werden müsse. (ST v. 24.06.2019)

Zum Seitenanfang